Win-Win in Sri-Lanka

Mangroven sind wahre Wunder der Natur. Nicht nur, dass sie mit ihren wilden Wurzeln ziemlich abgefahren aussehen, sie können laut Schätzungen der Nationalen Ozean- und Atmosphärenverwaltung (NOAA) auch drei bis fünf Mal mehr Kohlendioxid aufnehmen als Regenwälder. Außerdem sind sie ein Schutz vor Überschwemmungen und ein prima Zuhause für kleine Fische. Trotzdem werden sie immer weiter abgeholzt. In Sri Lanka schrumpfte die Anzahl an Mangroven in den letzten hundert Jahren um die Hälfte.

Jetzt kommen die sri-lankischen Ladies ins Spiel: Im Austausch gegen Mikrokredite oder Ausbildungsstellen bewachen die Frauen der Insel ihre Mangroven. Falls jemand versucht, sich aus einem Baum ein Lagerfeuer zu machen, wird die Regierung verständigt. Für viele ergibt sich daraus die Möglichkeit, der Armut zu entkommen.

Bisher beteiligen sich 15.000 Frauen an der Aktion. Anuradha Wickramasinghe, Vorsitzender der lokalen Umweltschutzorganisation Sudeesa, erklärte Greenpeace: „Wir haben herausgefunden, dass wir für erfolgreiche Projekte die Verantwortung an die Frauen der Gemeinschaft abgeben müssen“.
Drei Millionen Euro werden in das Programm gesteckt, das bestehende Mangrovenwälder auf 8.815 Hektar Land schützen und neue Mangroven auf weiteren 3.885 Hektar pflanzen soll.

 

Quelle: Greenpeace Magazin
Bild: „Mangroves in Puerto Rico“ von Boricuaeddie - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons