jaii! Blog

Der jaii!-Blog mit Themen rund um Spiritualität, Partnerschaft und Liebe. Viel Spaß beim Durchstöbern!

Eine Trennung als Chance? Wie Du zum Neuanfang findest...

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Du bist frisch von deinem Partner getrennt oder geschieden und denkst, das ist gleichzeitig ein herber Einschnitt in deine Persönlichkeit? Dein Bekanntenkreis kennt dich nur als festen "Bestandteil einer Beziehung" und deshalb quält dich das dringende Gefühl, der gesellschaftlichen Erwartung gerecht werden? Befreie dich von solchen Zwängen und konzentriere dich doch stattdessen auf deine persönliche Entfaltung.

Wer kennt das noch? Ich als Frau habe vor einiger Zeit eine schlimme Trennung durchgemacht und dachte in dieser Zeit, das war es jetzt - die Beziehung hatte schließlich über 8 Jahre gehalten und war somit ein fester Bestandteil von mir, dem Alltag, meinem Freundeskreis, einfach allem. Jedermann kannte mich nur noch mit Partner. Er gehörte zu meinem Tagesablauf, war Teil davon, wir haben ihn aufeinander angepasst und eingespielt. Das gemeinsame Frühstück, das abends zusammen schlafen gehen, der Austausch, was am Tag des anderen so passiert ist, das war alles nicht mehr wegzudenken. 

Und dann der Schnitt. 

Aus der einst so netten Kommunikation wurden immer öfter Streitereien, bis wir uns schließlich fast ganz aus dem Weg gegangen sind. Er wollte mich nicht mehr zu Einladungen von Freunden begleiten (und ich wollte ihn auch nicht dabei haben) und wenn ich dort allein erschien, kamen sofort die Fragen: Geht es euch gut? Ist alles in Ordnung zwischen euch? Können wir euch irgendwie helfen?
Dass meine Freunde damit eher Druck als Hilfe bewirkt haben, war ihnen natürlich nicht klar. Ich fühlte mich hineingepresst in den Zwang, die Beziehung auf Ach und Krach am Leben zu erhalten. Und sei es nur, um nicht ständig vernünftige Erklärungen liefern zu müssen, warum wir letztendlich gescheitert sind.

Irgendwann war es dann aber doch offiziell: Schluss, Ende, Aus mit der Beziehung. Als wäre es nicht genug Übel, die räumliche Trennung zu organisieren, mit dem eigenen schlechten Gewissen klar zu kommen und den akuten Überfluss an negativen Gefühlen zu verarbeiten. Nein, ich musste mir auch irgendwie Gedanken darüber machen, wie es jetzt weitergehen soll.
Wie soll ich mit meinem Freundeskreis (einige davon bestanden schließlich aus dem direkten Umfeld meines Partners) umgehen? Wem kann ich mich anvertrauen, ohne Risiko zu laufen, dass ihm jemand alles brühwarm steckt oder mich verurteilt? Was stelle ich den lieben langen Tag mit mir an, wo er nicht mehr da ist?
Egal, mit welcher dieser Fragen ich mich beschäftigte, es erschien mir alles ziemlich aussichtslos. Eine Zeit lang dachte ich ernsthaft, ein neuer Partner wäre der einzig mögliche Weg, aus der Misere zu entkommen. Das Gefühl, frisch verliebt zu sein, ist schließlich beflügelnd. Ja, ein neuer Partner muss her, mit dem ich meine Hobbys teilen und den ich neu in meinen Freundeskreis integrieren kann.
Entsprechend dieser zwanghaften Idee war auch meine Partnersuche recht affektiert. Ich habe zu viel Geld ausgegeben für die Anmeldung bei irgendwelchen Partnerbörsen, die doch irgendwie alle nur dieselben Treffer erzielten - nämlich keine, die halbwegs passend erschienen. Die aktive Suche endete in noch größerer Frustration als zu dem Zeitpunkt der Trennung.

Hätte ich doch nur viel früher erkannt, wie schädlich dieses Schubladendenken für mich war!

Ein neuer Alltag schlich sich bei mir ganz automatisch ein. Die Einkäufe erledigte ich alleine, den Haushalt schmiss ich auch ohne Hilfe und ich traf mich überwiegend mit den Freunden, die ich aus meiner Kindheit und vor der Partnerschaft kannte.
"Ich finde es toll, dass du jetzt viel mehr Zeit für mich hast!", ließ mich innerlich aufhorchen. Ja, warum habe ich das eigentlich nicht früher gemacht? Über besagte erfolglose Partnersuche hatte ich zudem einen Kerl kennengelernt, mit dem mich viele Interessen, aber eben keine Liebesgefühle verbanden. Er teilte das ähnliche Schicksal, aus einer Trennung als "emotional verkrüppelt" hervorgegangen zu sein. So hatten wir einen gemeinsamen Feind: Den gesellschaftlichen Zwang, nicht als ewiger Single durchs Leben zu gehen und alle Leute, die uns durch gutes Zureden oder Weisheiten vom Gegenteil überzeugen wollten.

Lange Zeit war ich also der festen Überzeugung, ohne Partnerschaft ist es nicht möglich, ein vollwertiges Leben zu führen und glücklich zu sein. Aber das ist falsch!
Wenn ich je daran zweifle, erinnere ich mich an die Gründe, aus denen die damalige Beziehung gescheitert ist. Will ich denn dieselben Fehler wiederholen? Will ich dieselben schlechten Gefühle auch in Zukunft nochmal ertragen müssen? Meine Antwort lautet: Nein.
Und ich halte mir die vielen Vorteile vor Augen, die sich im Gegenzug aus meinem Lebenswandel ergeben haben. Ich habe viele neue Bekanntschaften geschlossen, aus denen wertvolle Freundschaften entstanden sind. Ich gehe vielen neuen Hobbys nach, für die ich früher gar keine Zeit hatte. Beim Entdecken und Ausprobieren von neuen Dingen lasse ich mich weder abhalten noch runterziehen. Nur noch meine Meinung steht im Mittelpunkt, wenn es um Entscheidungen geht. Ich lege auch nicht mehr den höchsten Stellenwert auf die Ansicht der Anderen - sollte es nicht eher darauf ankommen, womit ICH zufrieden bin, was ICH an mir mag und was MICH glücklich macht? (Und sei es nur die Wahl meiner neuen Frisur). All diese Erkenntnisse hätte ich ohne die Trennung gar nicht gewonnen.

Meine Botschaft an alle, die aktuell Ähnliches durchmachen, lautet also folgendermaßen: Lasst euch nicht unterkriegen vom System. Konzentriert euch auf die neuen Möglichkeiten, die sich euch eröffnen. Keine Sorge, obwohl aller Anfang schwer erscheint, die meisten Dinge geschehen ganz von selbst: Lernt die positiven Aspekte wieder zu schätzen. Ihr werdet eure Lebensfreude schneller wiederfinden, als ihr glaubt. Versucht nicht, perfekt für Andere zu sein - seid perfekt ZU und FÜR euch selbst! Wählt die Dinge, die euch glücklich machen und lasst euch von niemandem davon abhalten!
Im Laufe der Zeit kommt ein neuer Partner dann vielleicht sogar von ganz allein. Wie sagt man so schön? "Die meisten Dinge findet man erst, wenn man nicht mehr danach sucht".

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Valentine steht vor der Türe. Machst Du auf?

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Für Singles kann der Valentinstag durchaus ein Tag sein, an dem man weniger die Sektkorken knallen lassen möchte. Überall Werbung von verliebten Menschen, die sich mit den schönsten Geschenken überhäufen. Männer mit Blumen auf der Straße und Paare, die verträumt beim Italiener sitzen. Da stellt man sich ja gerne mal die Frage, warum man selbst noch nicht den Prinzen auf dem weißen Ross oder die Traumfrau an der Supermarktkasse getroffen hat. Valentinstag - der Tag der zweifelnden Singles.

Aber historisch gesehen ist der Tag auch insbesondere für die Menschen, die noch nicht unbedingt unter der Haube sind und sich nach einer neuen Liebe sehnen. 

Auf der Webseite Vivat habe ich eine schöne Beschreibung von Bräuchen und Rieten gefunden, die ich spannend finde: 

"Mit dem Festtermin entstand in Rom der Brauch, der den Maibräuchen ähnelt, dass junge, unverheiratete Männer aus einer Anzahl von Zetteln einen ziehen konnten, auf dem der Name einer Unverheirateten daraufstand. Die durch das Los gezogenen Paare gingen gemeinsam durch die Stadt und manche sollen sich so ineinander verliebt haben. Auf diese Weise mischte sich das ältere römische Brauchtum mit der Geschichte des christlichen Märtyrers und floss in die spätere Gesellschaft ein.

Im Mittelalter kam dann der Brauch auf, dass heiratswillige Männer möglichst früh am Morgen der Angebeteten einen Blumenstrauß überbringen. Denn eine Volksüberlieferung besagte, dass ein Mädchen denjenigen heiraten werde, den es am Valentinstag als ersten Mann erblickt. In England war es Brauch, sich am Valentinstag anonyme Liebesbriefe zu schicken, während man in Frankreich durch ein Los Valentin und Valentine bestimmte, die dann für ein Jahr lang eine Art Verlöbnis lebten."

Also ich erkenne hier die ein oder andere Parallel mit unserer Kennenlern-Community jaii.de :)

Meine Liebe/mein Lieber, wenn Du vor kurzem (oder längerem) Deinen Partner verloren hast, Dich getrennt hast, alleine und auf der Suche nach der großen Liebe bist... Sie wird kommen!  Sei mutig, geh raus, flirte und nimm Dir ein Herz zum Beispiel auf  jaii.de und sprech frech die Menschen an, die dir sympathisch sind! Außer ein bisschen Stolz hast Du hast nichts zu verlieren!  


 Photo by Oziel Gómez on Unsplash

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Herrlich verzauberte Weihnachtstage...

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​... und einen grandiosen Start ins neue Jahr 2020 wünscht Euch Euer jaii!-Team! 

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Delighter
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Sonntag, 26. Januar 2020 20:23
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jaii! Weihnachtsverlosung - Shiva-Figur, Bücher und CD zu gewinnen

Jaii-Weihnachtsverlosung

🎄🎄🎄 HOHOHO... der Weihnachtsmann ist schon auf seiner Geschenke-Tour unterwegs und hat in der jaii!-Redaktion ein paar Weihnachtsgeschenke vor die Bildschirme gestellt. Pünktlich zum Weihnachtsfest verlosen wir daher gerne

1x Shiva Statue aus Messing (ca. 20cm hoch)

Die Cosmic Dancer - Lord Shiva wird auch Natrajan oder Natraj kennen. Lord Shiva oder Siva, ist eine der wichtigsten Gottheiten des Hinduismus als oberstes Herrn von den Saivite Sekten Indiens verehrt. Shiva ist eine der komplexesten Götter Indiens verkörpert scheinbar widersprüchliche Eigenschaften. Er ist der Zerstörer und der Restaurator, der große Asket und das Symbol der Sinnlichkeit, der gütige Hirte der Seelen und der zornige Rächer. 

1x Traumreise-CD von Karina Ramirez

Geführte Traumreise zu Deinem Ursprung.

3x "Der Herzensheiler" von Hans Christian Meiser (vom Autor signiert und mit Widmung!)

Julia kann es selbst nicht glauben: Eigentlich hatte sie sich nur ihren Liebeskummer von der Seele schreiben wollen, doch damit unverhofft einen internationalen Bestseller gelandet.
Nun ist sie in New York und soll zu ihrem Nachfolgewerk recherchieren.

Auf der Suche nach Inspiration fällt ihr ein sonderbares Buch in die Hände: Der Herzensheiler.
Schnell ist sie von der Handlung gebannt: Ein junges Paar, dessen Heimat von einem bevorstehenden Vulkanausbruch bedroht ist, bricht auf, ein neues Land zu suchen und damit das Leben zu sichern.
Doch dort, wo sie stranden, scheint es nur Verzweiflung und Elend zu geben. Bis sie einem Jungen begegnen, der seinen Vater sucht ist er der erhoffte Erlöser?

Zwischen ihrem Verleger und ihr entspinnt sich eine intensive E-Mail-Konversation über den Roman, dessen Verfasser unbekannt ist.
Dabei stellen sich beide nicht nur die Frage, ob die Liebe, in einem Land, das verflucht und voll von Unglück ist, eine Zukunft hat. Sondern sie erkennen sich selbst immer mehr in der Handlung und den Figuren wieder. Kann dieses Buch auch ihre gebrochenen Herzen heilen?

5x "Living the Journey" von Brandon Bays (von der Autorin signiert!)

15 unterschiedliche Erfahrungen mit dem intensiven und emotionalen Prozess von »The Journey« ergeben eine aufregende Reise zu sich selbst. So unterschiedlich der soziale Hintergrund, die Lebenseinstellung und -geschichte der einzelnen JOURNEY-Praktizierenden sind - jeder der Autoren fand The Journey zutiefst bewegend und befreiend.

Galerie

 

Wie Du mit etwas Glück an diese Schmuckstücke kommst? Ganz einfach: Like bis zum 12.12.2019, 23.59 Uhr, unseren Verlosungs-Beitrag auf Facebook/unsere jaii! Facebook-Seite und kommentiere dort, für was Du in diesem Jahr besonders dankbar bist.

An diesem Gewinnspiel nimmt jeder teil, der den Facebook Beitrag liked und kommentiert.
Gerne kannst Du diesen Beitrag auch mit Deinen Freunden und Deiner Familie teilen. 🤗

Wir losen nach Ablauf der Teilnahmezeit die Personen aus, die jeweils die Gewinne zugeschickt bekommen. Die Gewinner werden spätestens bis zum 14.12. per privater Facebook-Nachricht kontaktiert.

Ausführliche Informationen zu den TNB findest Du hier. 🎄🎄🎄

Dieses Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert.

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Bedürftig & sexuell ausgehungert? Wie Du unabhängig von Frauen wirst...

jaii - wie Du unabhängig von Frauen wirst Foto von Tiraya Adam auf Unsplash

Sie ist emotional stärker als du und bestimmt die Atmosphäre zuhause und auch, wann, wo und wie ihr Sex habt. Oder aber du schaffst es einfach nicht eine intime Beziehung mit einer Frau aufzubauen und läufst Frauen bedürftig und sexuell ausgehungert hinterher.

Gastbeitrag, Autor: Unbekannt, Quelle: Facebook

 Ich möchte dir hier etwas darüber erzählen, wie du unabhängig von Frauen wirst. Denn jeder Mann träumt davon. Und dies ist ein Thema, was die meisten Männer quält, unabhängig davon ob man Single oder in der Partnerschaft ist. Abhängig und manipulierbar zu sein ist einfach unerträglich und zerstört dein Selbstwertgefühl als Mann. Denn das bedeutet in der Tiefe zu spüren, ich bin nicht wirklich frei. Ich bin in abhängigkeit von der Anerkennung und Aufmerksamkeit von Frauen. So wie du nicht frei bist, wenn du dich von deiner Partnerin trennst. Das weiß jeder, der eine heftige Trennung hinter sich hat. Der Befreiungsprozess ist ein längerer, und genau so wenig bist du frei, wenn du immer nur Affären lebst. Es geht darum, wie kann ich im intimen und auch liebenden Kontakt mit einer Frau frei sein und was genau hindert mich daran. Und es geht darum, sich damit auseinanderzusetzen, nicht nur gedanklich sondern auch emotional. Und ich werde dir auch sagen, was man tun kann, um dich aus diesen Abhängigkeiten zu befreien und ein wirklich unabhängiger, freier Mann zu werden im Kontakt mit einer Frau. Frei sein heißt nicht, ich gehe ins Kloster. Es ist leicht im Kloster zu leben und keine Probleme mit Frauen zu haben – so lange es ein Männerkloster ist. Oder sich emotional überhaupt nicht einzulassen. Ein bißchen Ficki Ficki machen. Du kannst in den Puff gehen und sagen, ich habe keine Probleme mit Frauen. Dann hast du höchstens irgendwann ein finanzielles Problem. Aber vorher hast du wahrscheinlich ein emotionales Problem. Denn für niemanden, der ein bisschen Herz hat, ist das befriedigend. Auch One night stands nicht - ich habe noch keinen Mann getroffen, der auf Dauer damit glücklich gewesen wäre. Dafür muss man schon sehr oberflächlich sein.

Was ist also der Grund, weshalb sich viele Männer von einer Frau abhängig fühlen? Ich habe sehr viel dazu geforscht und verrate dir hier den Ursprung des Problems: Letztendlich hängt dieses Thema mit der eigenen Mutter zusammen. All diese emotionalen Abhängigkeiten haben mit einer mangelnden Ablösung von der Mutter zu tun. Mit einem bestimmten Aspekt deiner Psyche bist du noch ein Mamasöhnchen. Mamasöhnchen heißt, ich bin zwar ein Erwachsener, bin aber emotional immer noch mit der Mama verknüft. Und Mamasöhnchen heißt nicht, dass du ein Loser bist. Du kannst in der Männerwelt durchaus Erfolg haben. Vielleicht im Extremfall sogar sehr maskulin wirken. Es gibt viele echte Machos, bei denen man denkt: so ein James Bond, so ein Frauen-Verführer, so ein echter Typ! Aber er hat dennoch sein Mutterthema nicht gelöst. Denn diese Macho-Persönlichkeit hängt er mit seiner Jacke an den Nagel, wenn er nach Hause zu seiner Frau kommt und zum großen Jungen wird. Mamasöhnchen sind Männer, die ein grundlegendes Thema in ihrem Leben nicht geklärt haben. Mamasöhnchen sind Männer, die in einer extremen Abhängigkeit von Frauen stehen. Wenn du einen Vertrag machst mit einem Mamasöhnchen und die Frau sagt, das geht nicht, dann knickt er ein. Der wird nämlich von seiner Frau ferngesteuert, oder – schlimmer noch - von Mama ferngesteuert. Es ist jemand, der ist nicht integer, der folgt nicht seinen eigenen Werten. Er steht unter der totalen Kontrolle seiner Mutter oder stellvertretend seiner Lebenspartnerin.

Mit solchen Männern würde ich dir raten: sei vorsichtig wenn du mit denen Geschäfte machst. Weil sie nicht selbstbestimmt sind, weil sie abhängig sind. Du würdest auch nicht Geschäfte machen mit einem Drogenabhängigen, außer wenn du Drogen kaufst. Oder mit jemandem, der hoch verschuldet ist. Und was ist jetzt genau die Abhängigkeit? Diese sitzt ganz tief. Viele Männer haben das Gefühl, ich habe von Mama nicht genug bekommen. Ich habe nicht genug Liebe gekriegt oder aber es war alles zuviel. Ich bin überbemutttert worden. Meine Mutter hat mir nicht das gegeben, was ich gebraucht habe. Und sie fühlen in ihrer Kindheit oder auch noch in der jugendzeit eine große Abhängigkeit von der Mutter. Je weniger eben der Vater da war, umso größer ist das Gefühl der Abhängigkeit von der Mama. Und das ist für einen Jugendlichen wirklich übel. Es fühlt sich einfach nur mies an. Das heißt, du versucht dich unabhängig von Mama zu fühlen und behandelst sie schlecht. Du bist irgendwie patzg, schlecht gelaunt. Du versuchst dich abzugrenzen. Aber all diese Aktionen bewirken nicht wirklich etwas. Außer, dass es Streit zuhause gibt. Du kannst trotzdem nicht wirklich los von ihr. Und dann hast du das erste Mal Sex, hast eine erste Geliebte und denkst: Hey, endlich bin ich los von Mama. Endlich ist da jemand, die mich so liebt wie ich bin. Und dann bist du vom Regen in die Traufe gekommen. Noch schlimmer. Weil du gar nicht weiß, wie abhängig du bist. Die meisten Männer machen den ersten Fehler, der heisst: „Ich will so geliebt werden wie ich bin.“ Sie denken, wenn ich die richtige Frau treffe, dann liebt die mich so, wie ich bin. Weit gefehlt. Sie liebt dich, weil du sie verführt hast. Oder weil du ein cooler Typ bist, weil du ihr zeigst, wo es lang geht, weil du gut fickst. Weil du über interessante Dinge redest, weil du einen guten Kontakt machst, weil du eine bestimmte Ausstrahlung hast oder aus anderen Gründen. Und das musst du jeden Tag neu beweisen.

Viele Männer sind aber so unterwegs, dass sie glauben, sie werden so geliebt wie sie sind. Das ist ein Bedürfnis, das kommt aus der Kindheit. Mama liebt ihren Sohn, egal wie er ist. Der Sohn kann kriminell werden oder drogenabhängig oder ein totaler Loser. Er kann sich völlig dämlich anstellen. Mama liebt ihn trotzdem. Und diese Sehnsucht übertragen Männer auf die Partnerin. Und wundern sich dann, wo sie landen, denn keine Frau liebt dich so, wie du wirklich bist. Du musst eine Frau immer neu verführen. Und es geht darum, aus diesem Bedürfnis herauszukommen, ich brauche eine Mama die mich liebt und bemuttert. Stellvertretend ist es die Partnerin, die Männer zu ihrer Mutter machen, indem sie sich betüddeln, trösten und führen lassen. Ich kenne viele Männer, die bei einer Frau bleiben, die sie nicht liebt, mit der sie keinen Sex haben und deren Alltag von Streit und Respektlosigkeiten geprägt ist. Sie sind abhängig von ihr, weil sie die Mutterrolle ausfüllt. Sie zu verlassen fühlt sich für diese Männer wie sterben an. Und wenn die Frau dann den Schritt tut, dann stürzen sie emotional ins Bodenlose: das Resultat einer jahrelangen Abhängigkeit von der Mutterfigur.

Ich sage dir auch, was hinter dieser Abhängigkeit steckt: Es ist die tiefsitzende Überzeugung: „Ich bin nicht liebenswert.“

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Meta
....gut das mal von einem Mann zu lesen...
Freitag, 13. September 2019 08:23
continuum
Erst einmal, wenn man nicht, egal ob Mann oder Frau dafür geliebt wird wie oder auch was man ist wofür denn dann? Natürlich wird, ... Weiterlesen
Samstag, 14. September 2019 00:05
Meta
...na als Mann von der freien Frau nur für guten Sex und Achtsamkeit ;-) und wenn die rosa Brille weg ist und sie will bleiben, d... Weiterlesen
Dienstag, 10. Dezember 2019 21:02
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"Dir geht’s wohl zu gut" - über den Arsch in mir

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Heute hat mir das Schicksal mal wieder gezeigt, was ich manchmal für ein "a-sozialer" Arsch sein kann. An diesem schwülwarmen Tag im August war schon um 13 Uhr die Luft in Köln zum schneiden. Auf dem Weg durch die Einkaufsmeilen begegnete uns ein gehbehinderter Obdachloser, der mich um Kleingeld bat. Versteckt hinter meinem Sohn auf dem Arm, einer Sonnenbrille und einer gekonnt verborgenen Unsicherheit lässt sich der Mensch gut ignorieren. Mir schenkt ja auch nicht einfach so jemand Geld, wenn ich ihn danach frage. Und überhaupt, für mein Geld muss ich ja schließlich ordentlich ackern. Viele gute Gründe also, in meinem kleinen Kosmos zu bleiben.

Nur ein paar Meter weiter sitze eine weitere Gruppe Strassenbewohner auf dem tiefen Fenstersims einer Bankfiliale. Ein Mann sitzt dort mit seinem schlafenden Hund und einem Kleingeld-Becher vor sich. Die anderen beiden - für ihn wohl fremde Menschen -  sitzen mit etwas Abstand neben ihm. Die Szene dauerte nur wenige Sekunden, haben mich aber die nächsten Momente eingenommen: Die beiden Fremden zeigen auf ein Sixpack Wasserflaschen des Obdachlosen, die vor der brennenden Sonne geschützt halb unter einer Decke verschwinden. Ich blicke zu ihm und sehe, wie er eine zurückhaltende, aber zutiefst freundliche Geste macht, das sich die beiden bedienen dürfen. Dann verschwindet die Gruppe aus meinem Blickfeld.

Es hat mich ein paar Meter Zeit gekostet, zu realisieren, was mir das Schicksal da eben für einen Klaps auf den Hinterkopf gegeben hat.
Nach 5 Metern dachte ich an den gehbehinderten Obdachlosen von eben.
Nach 10 Metern wurde mir bewusst, das ich einen Menschen beobachtet habe, der ohne nachzudenken sein Weniges mit Fremden teilte.
Und nach 15 Metern musste ich innerlich über meinen Egoismus und meine Borniertheit den Kopf schütteln. Ich breche mir wirklich keinen Zacken aus der Krone, wenn ich etwas großzügiger durch die Gassen gehe. Ich bin gesegnet mit dem, wie mein Leben bis heute verlaufen ist. Bepackt mit meinen Einkäufen, dem Handy in der linken und den Haustürschlüssel in der rechten Hosentasche bin doch tatsächlich auf der Sonnenseite des Lebens. Was sind ein paar Euro für Menschen, die beim Spiel des Lebens nicht den besten Wurf gelandet haben? 

Nach 16 Metern habe ich dann auch den Weg zurück zu ihm, seinem Hund und seinem Becher gefunden. Es ist eigentlich ganz einfach. Ich muss nur hin und wieder mal meine Sonnenbrille abnehmen.

 

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DerLavendelmann
Du bist Aufmerksam gewesen, viele Menschen realisieren das nicht was um sie herum geschieht, danke fürs teilen deines - Klaps auf ... Weiterlesen
Dienstag, 03. September 2019 18:20
lyrikus
Diese von dir beschriebene Wahrnehmung und Erkenntnis ist von großer Bedeutung, trotz der hervorschielenden Selbstgefälligkeit zw... Weiterlesen
Mittwoch, 04. September 2019 22:05
continuum
Und schon ist dem schlechten Gewissen wieder genüge getan. Vielleicht schaust du nächste Woche oder besser in einem Monat noch mal... Weiterlesen
Montag, 09. September 2019 14:22
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Wohnen im Tiny House - Perfekt für Singles?

Wohnen im Tiny House - Perfekt für Singles?

Tiny Houses werden als Wohnform in Deutschland immer beliebter. In Zeiten von überhöhten Immobilienpreisen und kaum bezahlbaren Wohnraum suchen viele Menschen nach alternativen Wohnenmöglichkeiten. 

Die Häuser in Kleinformat sind aufgrund ihrer Konstruktion sehr flexibel. Ähnlich wie ein Wohnwagen stehen sie auf Rädern und können somit leicht von A nach B transportiert werden. Im Vergleich zu einem Wohnwagen jedoch haben Tiny Houses ein wesentlich angenehmeres Raumklima: in der Regel sind sie auf Basis einer Holzkonstruktion gebaut und haben eine höhere Deckenhöhe als Wohnwagen. Bis zu 25 m² Platz auf zwei Ebenen kann es in einem Tiny House geben. Das hört sich erst einmal wenig an, ist aber in Anbetracht einer perfekten Raumaufteilung und idealen Staumöglichkeiten viel Platz.

Balast abwerfen - auf das wesentliche konzentrieren

Viele Menschen verspüren den Wunsch, den in unserer Gesellschaft gewachsenen Ballast und Verpflichtungen abzuwerfen. Sie sehen nicht mehr ein, z.B. einen Kredit für ein Hauskauf oder -bau auszugeben, der sie die nächsten 20-30 Jahre bindet. Normale Wohnunggrößen von 100-150 m² müssen zudem beheizt, in Stand und sauber gehalten werden. Dem ein oder anderen ist die Zeit zu kostbar, um die Lebenszeit damit zu verbringen, hohe Kredite ab zu zahlen oder Räume zu putzen, in denen sie sich relativ selten aufhalten. Der Trend zu Reduktion und Minimalismus lässt sich auf diesen gewachsenen, von der Gesellschaft gerne propagierten Balast zurückführen. Weniger Eigentum, weniger Größe, weniger Verpflichtungen bedeuten gleichzeitig auch mehr zeitliche, örtliche und finanzielle Freiheit. Tiny Houses bedienen perfekt diese Bedürfnisse. Sie erlauben ein „normales“, gemütliches Leben in den eigenen vier Wänden, ohne dass es finanziell zu stark belastet und zu viel Zeit raubt.

Die große Herausforderung: der Stellplatz

Ist die Idee geboren, in einem Tiny House leben zu wollen, ist die Anschaffung das geringste Problem. Es gibt inzwischen viele Anbieter, die Tiny Houses herstellen. Der Markt an gebrauchten Tanja Häusern wächst stetig. Die große Herausforderung besteht eher darin, einen passenden Stellplatz für sein Tiny House zu finden. Durch das deutsche Baurecht es ist nicht einfach, geeignetes Land hierfür zu finden. In bestehende Wohngebiete können diese nur bedingt aufgestellt werden, da die Art und Weise der Tiny Häuser nicht in die bestehenden Bebauungspläne passen. Die Städte und Bauämter haben größtenteils noch keine passenden Antworten für die Wünsche, Tiny Houses auf normale Baugrundstücke zu setzen. 

Leider kann man so ein Tiny House nicht ohne weiteres in den eigenen Garten stellen. Auch hierfür wird vom Bauamt eine Aufstellgenehmigung benötigt. Diese ist in vielen Wohngebieten leider nicht zu bekommen. Nun möchte man meinen, dass man in seinem Garten aufstellen kann, was man möchte. Sollte man jedoch einen Nachbarn haben, der die Idee nicht so gut findet, kann das Bauamt schneller vor der Haustüre stehen als einem lieb ist.

An manchen Orten entstehen kleine Tiny House Siedlungen, die perfekt für die Bedürfnisse von Tiny Houses eingerichtet sind. Hier gibt es passende Stellplätze mit Anschlüssen für Strom, Wasser und Abwasser. 

Leider sind viele dieser Tiny House Siedlungen an Orten, die relativ weit weg von größeren oder attraktiven Städten liegen. Das Bauland hier ist um einiges günstiger und auch die Bestimmungen und der „Good Will“ der Städte ist wesentlich höher, hat aber den Nachteil, dass man längere Anfahrtswege in Kauf nehmen muss.

Wo ein Wille, da ein Weg

Auch Campingplätze öffnen sich den Trends der Tiny Houses. Leider verbieten einige Campingplätze das aufstellen, da sie wesentlich höher sind als klassische Wohnwagen. Zudem ist die Anmeldung des ersten Wohnsitzes auf einem Campingplatz in der Regel nicht möglich. Das bedeutet zwar nicht, dass man auf diesem Platz nicht dauerhaft in seinem Tiny House leben kann (Ganzjahres-Campingplätze), jedoch erlaubt es einen nicht, zum Beispiel ein Briefkasten für die eigene Post auf zu hängen. Für den ersten Wohnsitz oder die offizielle Meldeadresse braucht es dann einen anderen Ort. Manche melden diese bei den eigenen Eltern an oder machen kurzerhand eine WG mit Freunden auf.

Tiny Houses sind daher perfekt für Singles oder Paare: die Raumgröße ist ideal, und die Finanzierung solcher einen Wohnraums ist auch alleine gut zu stemmen. Hinzu kommt die große Flexibilität. Steht ein Jobwechsel an, kann man mit seinen Tiny House an den neuen Arbeitsort wechseln. Wenn die Bewegung der Tiny House-Begeisterten weiter wächst wie bisher, wird es in absehbarer Zukunft überall in Deutschland Tiny House Siedlungen geben, in denen man sich für einen kurzen oder langen Zeitraum einmieten kann.

Wir haben hier eine kleine Liste mit Tiny House Siedlungen oder Aufstellmöglichkeiten zusammengestellt. Du kannst gerne in den Kommentaren weiteren Plätze nennen. 

Stellplätze für Tiny Houses, Bauwagen o.ä. in Deutschland

Das erste Tiny House Village in Deutschland
https://www.tinyhousevillage.de/

Ein Projekt, das in der Entstehung ist
https://tinyhousepark.de/

Ein weiteres Projekt in Planung
http://tiny-house-rheinau.de

Die Tiny House University in Berlin
http://bauhauscampus.org/#tinyhouses

Stellplätze im Bergischen Land nahe Köln
https://www.helios-fsg.de

Ein inspirierender Ort in Berlin Wandlitz
https://www.facebook.com/groups/tinyhousecommunityberlin

Max Green lebt in einem Tiny House und berichtet darüber
http://maxgreen.info

Die Youtuberin Tessa hat ihr eigenes Tiny House gebaut
https://www.youtube.com/watch?v=0xweFUZHz0U

Eine Karte mit möglichen Stellplätze
https://info526885.wixsite.com/tinyhouse-stellplatz

 

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gem1amefarbe
Dem Vorkommentierer kann ich mich nur anschließen, Bedankt auch dafür, und füge hinzug: An Preussens Gedankengut wandelt sich nich... Weiterlesen
Donnerstag, 15. August 2019 15:49
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Updates bei jaii!

kimson-doan-37947-unsplash

Viele von euch werden es bemerkt haben: systembedingt finden gerade einige Updates bei jaii! statt.

Wir nutzen die Gelegenheit, um bestehende Features zu verbessern und an Neuerungen zu arbeiten. Hierzu noch einmal ein großes Dankeschön an jeden in der Community, der uns Feedback schickt/geschickt hat – wir freuen uns immer sehr über eure Hinweise und Anregungen!

Besonders häufig werden die (erweiterte) Suchfunktion sowie bessere Möglichkeiten zur Partnersuche erfragt. jaii! ist immerhin eine Kennenlern-Community – die Kontaktaufnahme soll also leichter werden. Pünktlich zum nahenden Frühling haben wir einige große Arbeiten abgeschlossen.

Die wichtigsten Updates im Überblick:

  • Die Umkreissuche funktioniert wieder einwandfrei
  • Das Private Nachrichten-System wurde überarbeitet und bietet jetzt Funktionen zum Sortieren und Anhänge verschicken sowie einen Melde-Button für unangebrachte Nachrichten
  • Wir haben wieder eine Matching-App! Hier könnt ihr anklicken, welches Mitglied ihr gerne näher kennenlernen – oder mit wem ihr am liebsten direkt auf Tuchfühlung gehen würdet. Dieses Feature befindet sich noch in der Entwicklung, kann also noch Fehler enthalten.
    Ihr findet das Feature oben im Menü unter „Matching App BETA“

Damit die Umkreissuche (klassisch und in der Matching-App) richtig funktioniert, müsst ihr eure Ortsangaben aktualisieren. Ihr findet sie im Profil unter „Ort“.

Um uns auf diese wichtigen Features konzentrieren zu können, müssen wir leider auf einen alt-eingesessenen Teil von jaii! verzichten: Das Forum wird zum 15. März 2019 abgeschaltet. Bis dahin habt ihr die Möglichkeit, eure Beiträge auf euren Rechnern zu sichern. Zum Austausch über unterschiedlichste Themen bleiben der Chat und die User-Blogs bestehen.

Liebe Grüße und viel Spaß mit den neuen jaii!-Funktionen
Michael & Jasmin 

Foto: Kimson Doan via Unsplash

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outofsamsara
Nur noch Spams Ich finde es erschreckend, daß seit ein paar Monaten und insbesondere in den letzten Wochen 100% der Nachrichten, ... Weiterlesen
Dienstag, 16. Juli 2019 14:21
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7 Valentinstags-Aktivitäten mit Kennenlernpotential

dennis-flinsenberg-125579-unsplash

Der Valentinstag bietet Liebenden jedes Jahr die Möglichkeit, einander mit Kommerz und Schmalz ihre Gefühle auszudrücken. Auch, wenn man davon eigentlich wenig begeistert ist, kann einen dieser Tag als Single schon mal runterziehen. Aber warum nicht die Gelegenheit nutzen und daraus etwas Neues und Positives machen? Möglichkeiten, neue Menschen kennenzulernen, lauern schließlich überall!

In Finnland z.B. ist der Tag, der in vielen anderen Ländern Blumenhändler in Schnappatmung verfallen lässt, der „Tag der Freundschaft“. So bekommen auch Freunde, Verwandte, einfach liebe Menschen einen netten Satz, eine Aufmerksamkeit. Davon inspiriert haben wir einige Möglichkeiten gefunden, die Dir helfen, Valentinskitsch zu überwinden und dabei neue Menschen kennenzulernen.

Valentinstag mal anders - 7 Tipps und Inspirationen für eine bessere Welt

Liebe spenden? Anderen Helfen? Etwas fürs Klima tun? Wir haben die richtige Inspirationen mit Kennenlernpotential!

Ein Tier adoptieren
Die Adoption eines Tieres muss gut überlegt sein. Ob Hund, Katz oder Maus, es bringt niemandem etwas, wenn die Umstände nicht passen und alles überstürzt wird. Nach einem Gespräch mit Mitbewohnern, Partnern und Freunden steht fest, ob das Tier genug Auslauf bekommt und ob mal jemand mit der Pflege einspringen kann. Dein Tierheim in der Nähe kann bei Fragen weiterhelfen. Mit einem vierbeinigen Begleiter hast Du einen guten Eisbrecher an deiner Seite - sofern das Tier zufrieden und gesund ist!

Obdachlosen helfen
Ein warmes Getränk, ein 10-Euro-Schein oder eine Wolldecke/Winterjacke: Obdachlose haben es vor allem in den winterlichen Temperaturen schwer. Anstatt dass auf die wachsenden Zahlen eingegangen wird, werden sie meist von Behörden aus den Innenstädten vertrieben, um kein „unschönes Bild“ zu erzeugen. Tue heute etwas Gutes und spare Dir Gerede darüber, dass eventuelle Spenden bloß nicht für Alkohol ausgeben werden sollen.

Plogging
Valentinstag ist Ploggingtag! Ob allein, mit Freunden oder bei einem Facebook-Event: Jogge durch Parks und sammle Müll! Der Trend kam 2016 in Schweden auf und verbreitet sich zum Wohle der Natur in ganz Europa. Neben guten Laufschuhen und passender Kleidung sollte auf Gummihandschuhe und Greifer nicht verzichtet werden. Bei der Aktivität triffst du sicher interessierte Gesprächspartner, mit denen Du beim nächsten mal Joggen oder Recyclen gehen kannst.

Den Stromvertrag prüfen
Hand aufs Herz: nur wer die Lampe ausschaltet, schont die Natur wirklich. Schlimmer ist es allerdings, wenn der Stromvertrag mit Kontingenten aus Atom- oder Kohleenergie zusammengesetzt ist. Strom kommt zwar immer aus dem nächstgelegenen Kraftwerken – mit dem Signal, grünen Strom zu kaufen, werden allerdings zukünftige Planungen beeinflusst. Romantisch gedämmtes Licht soll mit grünem Strom nicht nur zum Valentinstag wärmer strahlen.

Mit Fremden reden
Sprich einen Fremden an und frage Menschen auf der Straße, wie es ihnen geht. Der kurze Plausch wird überraschende Ergebnisse zeigen und Sie positiv stimmen. Wähle für die Annäherungsversuche öffentliche Plätze. Nur Mut! Vielleicht ist ja auch ein ganz besonderer Mensch dabei, schließlich trifft man Partner nicht nur auf Dating-Apps!

Themenabend
Statt einfach nur einen Filmabend zu veranstalten, bietet der Themenabend zum Valentinstag eine Einheit aus Kostümen, Themenfilmen, Musik und Speisen. Natürlich dürfen auch Pärchen kommen – wenn sich diese am Valentinstag benehmen. Mit der Option, noch jemanden mitzubringen, wird der Themenabend zur Kennenlernrunde mit Potential für Schmetterlinge im Bauch.

Auf eine Demo gehen
Die Welt wird nicht besser, wenn wir es nicht selbst in die Hand nehmen. Auch am Valentinstag finden sich Demos in der Nähe und Ferne. Eine Zugfahrt gibt dem Demobesuch noch ein Roadtrip-Feeling. Auf der Demo findest Du sicher Menschen, mit denen Du einige Ansätze teilst, die bei einem Kaffee danach vertieft werden wollen.

Erlebnisse schaffen es in die Zukunft, Blumen nicht

Viele Studien haben bewiesen, dass materielle Geschenke schnell in Vergessenheit geraten. Das neue paar Schuhe oder Kopfhörer wird nach kurzer Zeit als normal wahrgenommen. Erlebnisse schaffen es dagegen, lange für Freude zu sorgen, ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern und den Valentinstag unsterblich werden zu lassen... Ob allein, mit Freunden oder Partner.

Wenn Du nicht auf den Zufall vertrauen möchtest, findest Du auf Treffen aus unserem Veranstaltungskalender sicher schnell neue Bekanntschaften und vielleicht auch Mr. oder Ms. Right.

Foto: Dennis Flinsenberg via Unsplash

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Neue Zeiten – neue Liebe?

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(Dies ist ein Gastbeitrag von Atsirc.)

Ja, unbedingt! Die Liebe muss neu werden! Anders. Ganz anders. So empfindet Carla, als sie ihre ersten Erfahrungen im Internet-Dating macht. Sie trägt ein sehr hohes Ideal der Liebe in sich, und nun erlebt sie so viele Liebessucher, die eigentlich etwas haben wollen. Die Bedingungen stellen. „Das macht die Liebe klein!“, empört sich Carla. „Liebe ist kein Handel! Liebe ist…“

Ja, was?

Liebe ist Liebe.

Sie ist nicht groß, sie ist nicht klein. Und es gibt keinen Moment, in dem sie nicht da ist, und keinen Ort, an dem sie nicht wohnt.

„Ach ja? Dann gibt es keine Lieblosigkeit? Keine Liebe, für die erst etwas erfüllt werden muss, damit sie gegeben wird? Es gibt keine…“

Stopp, Carla!

Die Liebe ist die Liebe.

Wir aber, wir haben unzählige Möglichkeiten, sie sichtbar und fühlbar zu machen und sie miteinander zu erleben.

Deshalb ist Liebe immer wieder neu und anders. Jeder, der schon einmal sein Herz verschenkt hat – und das tun wir alle, zuerst schenken wir es unseren Eltern – weiß, wie verschieden sich das jeweils anfühlen kann. Das Liebesgefühl kann sehr unterschiedlich sein. Nicht aber die Liebe. Durch jede Beziehung, durch jede liebevolle Regung werden andere Seiten von ihr, unserer inneren Harfe, gezupft und zum Klingen gebracht.

Wer schon einmal mit einem vollkommen offenen Herz in die Welt schauen durfte, der weiß, dass Liebe kein Gefühl ist, sondern weit mehr. Das Herz, unser innerster Wesenskern, unser „Organ“, mit dem wir aus der puren Liebe heraus schauen können, umarmt, was es sieht. Hüllt es ein in Verstehen. In Güte. In Barmherzigkeit. In Liebe.

Es ist ein anderer Teil von uns, nicht das Herz, der in Dinge und Geschehen unterschiedliche Bedeutungen hineinsieht. Auch in der Verliebtheit ist es jener andere Teil, der dem Objekt der Verliebtheit jene Bedeutung gibt, die in uns dann Liebesgefühle weckt.

Seit ich angefangen habe, mich selbst zu lieben, lerne ich die Liebe des Herzens mehr und mehr kennen. Weiß besser und besser, dass ich Liebe nicht bekommen kann. Ich kann sie auch nicht geben. Aber ich kann sie durch Liebestaten und Liebesgesten sichtbar und fühlbar werden lassen. Liebe IST. Wenn ich mein Herz öffne, kann ich sie spüren, erleben, erfahren. Wenn ich sie teile, wird sie mehr und noch mehr fühlbar und sichtbar. Nur eins kann ich nicht: sie haben. Wie soll das gehen?

Die Liebe ist schon mein!

Für mich ist es wie beim Atmen. Ich atme immerzu und ohne, dass es mir überhaupt auffällt. Aber ich kann auch so atmen, dass ich die Luft schmecke. Ich meine damit neben dem Geruch auch die Schwere oder Leichtigkeit, die Feuchte oder Trockenheit, die Bewegung oder Stille, die Wärme oder Kälte, all diese Eigenschaften der Luft Atemzug für Atemzug wahrzunehmen. In jede meiner Zellen aufzunehmen. Sie begreifen und spüren lassen, dass sie viel mehr als Sauerstoff tanken. Auch all das, was jenseits der Wahrnehmungsmöglichkeit meiner Sinne ist. Eins davon ist das Staunen, das wahrnimmt, welch ein Wunder es ist, dass Luft überhaupt IST!

Wenn ich ihrer auf diese Weise gewahr werde, ist die Luft plötzlich „da“. So, genauso, das glaube ich zutiefst, ist es auch mit der Liebe.

Ich glaube, dass viele von uns, die sich auf den Weg gemacht haben zu sich selbst, in ihr Herz, zu Gott – wie immer wir es jeweils nennen – eine große Intention haben: Die Liebe zu schmecken.

Das ist das Besondere an diesen jetzigen neuen Zeiten. Wer wie ich die Hippiezeit miterlebt hat, weiß sehr gut, wie sich ein solcher Neubeginn anfühlt und wie er den Einzelnen und das Gesamtgeschehen aufwühlt. Wir haben damals viel von der Liebe gesprochen. Wollten sie befreien – was ja zu allen Zeiten kein schlechtes Vorhaben ist. Manche Neubeginne sind wie schäumende Wogen und müssen erst mal über alles hinweg walzen, was sie erneuern wollen. Der Spruch „Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment“ mag als ein Beispiel dienen. Doch jeder Neubeginn, der geboren wird, ist schon schwanger mit dem nächsten.

Jetzt wächst das Kind jener Epoche heran. Ist alt genug, sich selbst als neue Zeit zu sehen. Ist weder laut noch extrovertiert. Es schaut nach innen. Es muss wie seine Vorgänger viel Altes hinter sich lassen. Es tut dies jedoch eher, indem es das Neue ansteuert, anstatt das Alte zu bekämpfen. Es muss sich ja auch nicht mehr so sehr wehren, der Weg ist ein wenig geglättet.

Ich habe meinen Fokus absichtlich auf eine bestimmte Facette der „neuen Zeit“ gestellt. Ich schaue dahin, wo ich teilen kann, indem ich meins mit dazugebe. Denn manches wird vom Teilen mehr und immer mehr. So wie Wissen, wie Zuversicht, wie Hoffnung, wie Verbundenheit. Sie alle sind Kinder der Liebe.

Die Kinder der Angst wie Eifersucht, Habenwollen, Neid könnten nun eigentlich gerne in Rente gehen, oder? Nur brauchen sie dazu ein Heim, wo sie sich wohlfühlen und zur Ruhe kommen können. Das gibt es schon. Es heißt Herz. Wenn ich meine Eifersucht, mein Habenwollen, meinen Neid anschaue, statt mich abzuwenden wie von ungeliebten Kindern, wenn ich verstehe, wodurch sie überhaupt in mir entstanden sind, geht die Herztür auf. Der Türöffner ist das Mitgefühl. Es sind immer Dinge gewesen, die mir Angst oder Schmerz oder beides gemacht haben, durch die sie entstanden sind. Ich habe gelitten und ich war allein damit. Heute bin ich nicht mehr allein, denn ich bin erwachsen. Mir ist die Fähigkeit erwachsen, mich selbst mit meinem Mitgefühl zu umarmen, mich und jedes dieser Gefühle, die schmerzhaft sind. Mitgefühl bedeutet, zu wagen, sie zu fühlen. Fühlen statt wegschicken. Dann können sie sich wandeln und nach und nach umziehen in ihr neues Heim.

Dies ist für mich Selbstliebe, mit der alle Liebesfähigkeit beginnt.

Das lernt man nicht in der Schule. Ich hatte das Glück, wunderbare Lehrer zu treffen, und manch kostbares Buch ist mir in die Hände gekommen. All das hat mich reich gemacht, und ich werde immer noch reicher. Gar nicht, weil ich das will, sondern weil ich so gern teile. Besonders liebe ich es, schreibend zu teilen. Den Weg eines anderen in einer Geschichte oder einem Roman mitgehen zu dürfen, heißt für mich, die zahllosen Edelsteine und Diamanten, die trotz der Verirrungen, die dieser Weg haben mag, immerzu am Wegesrand aufblitzen, mit ihm zusammen finden zu dürfen. Jedenfalls, wenn er sich bückt und sie aufhebt. Dann werde ich mit ihm beschenkt. Das geht mir beim Lesen so, das geht mir beim Schreiben so.

Meine Protagonistin hat sich gebückt, wieder und wieder. Sie ist jene Carla von oben und lebt in meinem neuen Roman „Mein ist die Liebe“, den ich hier vorstellen darf. Carla trägt eine unbändige Sehnsucht nach der Liebe des Herzens in sich. Sie hat sie erlebt, wenn auch nur für Augenblicke, und sie will nicht mehr davon lassen. So ist sie schon von vornherein verzweifelt, als sie auf jener Dating-Plattform (die „normaler“ ist als jaii!!) als erstes mitbekommt, dass man dort aufgefordert wird, zahllose Bedingungen zu stellen. Der Liebe! Ihr, die man selbst doch gern als bedingungslos empfangen möchte!

Ihre Empörung und ihr Schmerz hierüber treiben Carla voran. Sie beschließt, einen Roman zu schreiben, in dem sie zeigt, dass die Liebe des Herzens in einer Atmosphäre voller Forderungen, voller Absolutheitsansprüche und dahinter verborgener, nicht angenommener Ängste nicht gedeihen kann. Sie macht sich auf den Weg in eine funkelnde Reihe von Abenteuern. Bekommt die Story, die sie sucht. Denkt schon, sie könne beweisen, wie es eben nicht geht, wie man nämlich der Liebe des Herzens alle Türen und Fenster vor der Nase zuschlägt.

Und dann beweist die Liebe ihr etwas…

Eine Leserin sagte zu meinem Roman: Endlich eine Romanfigur, die denkt, wie ich denke, eine Autorin, die schreibt, wie ich schreiben würde. Sie hat eine sehr schöne und innige Zeit mit dem Lesen verbracht – nur leider kurz, denn nach einer Nacht war sie durch. Ich wünsche dem Buch und den Lesern, denen es wohltut, dass sie einander finden mögen. Mit diesem Segen schicke ich es nun in sein eigenes Leben.

Wenn ihr mehr wissen wollt: Christa-Eckert.org

 

Foto: Christiana Rivers via Unsplash

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