Der Baum des Lebens und der Baum des Wissens

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22 Mär 2018 03:16 - 22 Mär 2018 03:32 #52382 von Jinsil
Ich diskutiere nicht mit Dir, dazu bist Du mir zu unfreundlich. Auch zu Angel. Du bringst viel vorgekautes Wissen, daran habe ich im Moment kein Interesse. Morgen will ich mir Zeit nehmen und meine nächste Inspiration hier rein schreiben.
Letzte Änderung: 22 Mär 2018 03:32 von Jinsil.

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22 Mär 2018 11:43 #52383 von Alkuin
jaja - wenn jemand die "Inspiration" (ddeine kann man übrigens in der heutigen eso-psycho Szene problemlos nachlesen) hinterfragt = dann muss man nicht darauf eingehen, braucht sich nicht darüber auszutauschen, oder gar auf den Anderen eingehen - nein.

Der Andere taugt nichts, der Andere hat nur vorgekautes Wissen, der Andere ist unfreundlich usw.

Klar - die Welt ist doch so böse

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22 Mär 2018 12:08 - 22 Mär 2018 12:28 #52384 von Jinsil
Du bist wohl beleidigt. Das kommt rüber. Dabei verdrehst Du schon wieder meine Worte. Es geht hier nicht um "jemand" oder "den Anderen" sondern speziell um Dich der unsympathisch zu mir ist. Angel7 hat mich verstanden. Aber Deine Worte die du gebrauchst sind wiederholt abwertend und ich habe Dir schon auf Deine Frage geantwortet. Das ist wohl nicht zu Deiner Zufriedenheit ausgefallen denn trotzdem versuchtest Du und versuchst es wieder indem Du meine Worte verdrehst und verzerrst mich aufzuziehen. Ich habe Deine "Frage" nicht als ehrliche Hinterfragung verstanden sondern als schlechten rhetorischen Trick ohne wirkliche Intention, ohne wirkliches Interesse an einem Austausch. Meiner Meinung nach willst Du Dich mit Deinem Wissen, Deinen Websites und Deiner anstößigen Redekunst in den Vordergrund stellen. Mich interessiert ein Gedankenaustausch der von Herzen kommt und so wie ich sehe bist Du da nicht der Typ für. Wenn Du meinst ich schreibe sowieso nur Schnee von gestern und dann auch noch schlechten, wobei Du dies sehr respektlos und aufwieglerisch rüber bringst, was willst Du dann anderes von mir als Streit?
Letzte Änderung: 22 Mär 2018 12:28 von Jinsil.

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22 Mär 2018 12:29 #52385 von CREATOR
...ist alles nicht ein konstrukt, ob lebensbaum oder kaballah, um sich selbst das leben zu erklären? ist es tatsächlich nicht wirklich besser als ein buddha sich selbst und die welt aus einer anderen erkenntnis heraus zu betracten, im sinne des erwachens?
im übertragenem sinne und aus meiner perspektive macht die seele, die zu fleisch wird, ( inkarniert ) ein vertrag. es gab mal ein meister, der behauptet, wir spielen hier mit absicht blinde kuh. dieses denken macht sinn, weil wir vergessen und von inkarnation zu inkarnation die perspektive des individuums einnehmen, die erfahrung zwischen gut und böse machen, um letztendlich irgendwann in die läuterung zu gehen, sich wieder zu finden.
dann, wenn man sich öffnet und die erkenntnis des lebens bekommt ( im übertragenem sinne vom baum der erkenntnis ist, was verboten sei...), wäre dieses verbot doch falsch, nicht wahr?
das ende von blinde kuh spielen, hin zum erwachen, ist doch das leben neu zu erklären, die perspektive des erwachten einzunehmen...
ist somit der lebensbaum und der baum der erkenntnis eine verwirrung des denkens durch genau das konstrukt, was wir lesen.
vor allem, aus welchem denken wurde das geschrieben. aus sicht der götter?
selbst bei göttern, wie ich weiß, gibt es unterschiede. auch götter haben eigene stufen der erkenntnis. der eine entwickelt sich aus dem mensch sein zu einem gott. der andere erblickt das leben schon als gott. welcher gott oder götter sind dann gemeint und aus welcher perspektive haben sie das zu papier gebracht.
das möchte ich zur freien diskussion mit euch gerne einbringen.

es grüßt

Creator
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22 Mär 2018 12:46 - 22 Mär 2018 12:47 #52386 von Jinsil

dann, wenn man sich öffnet und die erkenntnis des lebens bekommt ( im übertragenem sinne vom baum der erkenntnis ist, was verboten sei...), wäre dieses verbot doch falsch, nicht wahr?


Zunächst mal unterscheidet die Bibel einen Baum des Lebens von einem Baum des Wissens oder der Erkennis (von gut und böse). Ein verbot vom Baum des Lebens zu Essen wird nicht ausgesprochen. Erst als der Mensch vom Baum des Wissens ist, was Gott nicht recht war, hat es plötzlich ein Problem. Und trotzdem hat Gott als er dieses Verbot aussprach gelogen indem er meinte an dem Tag da der Mensch davon isst würde er sterben. Und trotzdem werden beide Bäume an einigen Stellen zu einem Baum verallgemeinert. Das heisst für mich, es gibt eine echte Erfahrung des Lebens aber wahre und falsche Erkenntnisse, von denen die falschen einem die Erfahrung des Lebens verwehren, so wie Gott den Menschen aus dem Paradies ausgeschlossen hat damit er nicht auch noch vom Baum des Lebens esse, was ursprünglich nicht verboten war. Aber wenn wir den Buddha-Zustand oder die Aufmerksamkeit für die Sinneswelt wie sie ein Neugeborener hat zurückgewinnen, dann steht uns diese Erfahrung wieder offen.
Letzte Änderung: 22 Mär 2018 12:47 von Jinsil.
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22 Mär 2018 12:53 #52387 von Jinsil

vor allem, aus welchem denken wurde das geschrieben. aus sicht der götter?
selbst bei göttern, wie ich weiß, gibt es unterschiede. auch götter haben eigene stufen der erkenntnis. der eine entwickelt sich aus dem mensch sein zu einem gott. der andere erblickt das leben schon als gott. welcher gott oder götter sind dann gemeint und aus welcher perspektive haben sie das zu papier gebracht. das möchte ich zur freien diskussion mit euch gerne einbringen.


Wenn Du mit "zu Papier gebracht" die Paradiesgeschichte meinst, ich meinte dass ihre Elemente etwas im werdenden Bewusstsein eines Neugeborenen symbolisieren. Für das Kind sind der Gott dieser Geschichte natürlich erstmal die Eltern oder Bezugspersonen die offensichtlich Macht über das Kind haben.
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22 Mär 2018 13:07 #52388 von Jinsil

...ist alles nicht ein konstrukt, ob lebensbaum oder kaballah, um sich selbst das leben zu erklären? ist es tatsächlich nicht wirklich besser als ein buddha sich selbst und die welt aus einer anderen erkenntnis heraus zu betracten, im sinne des erwachens?


Ja, das ist auch mit ein Grund warum mir Alkuins Art sich hier einzubringen missfällt.

im übertragenem sinne und aus meiner perspektive macht die seele, die zu fleisch wird, ( inkarniert ) ein vertrag. es gab mal ein meister, der behauptet, wir spielen hier mit absicht blinde kuh. dieses denken macht sinn, weil wir vergessen und von inkarnation zu inkarnation die perspektive des individuums einnehmen, die erfahrung zwischen gut und böse machen, um letztendlich irgendwann in die läuterung zu gehen, sich wieder zu finden.


Ja, der Mensch erleidet eine Verblendung bei der Ausbildung des Egos durch unangenehme Trennungserfahrungen, hält das getrennte Ego für eine Realität, bis er wieder zu der Erfahrung zurückfindet dass alles aus dem selben Stoff gemacht ist und eins ist. Der Gewinn dabei: Freiheit.
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22 Mär 2018 18:16 - 22 Mär 2018 19:12 #52392 von Jinsil

Samt Buddhas Erleuchtung?


Buddha war nicht erleuchtet, er war erwacht. Das bedeuet das Wort und das ist ein bedeutender Unterschied. Erwacht meint, ganz hier, ganz "da" in der Gegenwart auf das gegenwärtige tun konzentriert oder mit den Sinnen die Gegenwart in ihrer Reinheit so erfahren wie sie ist, ohne eine dabei dauernd gehende verstandeswirklichkeit die einem verzerrte Wahrnehmungen von zB dem was Leute hier im Forum schreiben vorgaukelt. Was Erleuchtung aber ist da sind sich viele uneinig.
Letzte Änderung: 22 Mär 2018 19:12 von Jinsil.

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22 Mär 2018 20:43 - 22 Mär 2018 21:05 #52394 von Jinsil
Die Wahrheit über die Schlange

1. Wahreit: die Schlange ist nicht böse

Die Elberfelder Bibel übersetz Genesis 3.1: "...die Schlange war listiger als die Tiere des Feldes..." Das ist für Christen oft einleuchtend aber leider irreführend zur Annahme die Schlange sei böse. Erstmal liest man in Genesis 1, dass Gott alle Tiere Schuf und sah dass es gut war. Zweitmal steht dort bei "listig" das Wort "arum", das das selbe ist wie das "nack" des Menschen (der im Paradies ganz unbedarft nackt war), welches aber auch treffender als "klug" oder "wachsam, aufmerksam" übersetz werden kann. Auch später im Evangelium spricht Jesus: Seid klug wie die Schlangen. Der einzige bekannte Hinweis der zu bestätigen scheint die Schlange sei schon damals der Widersacher Gottes gewesen der mir bekannt ist und lautet "...die alte Schlange, die man Satan (dt. Widersacher) nennt..." Nun, man nennt sie so weil die Verblendung schon stattgefunden hat (als Gott den Menschen einschläferte) und die Frau ihre Verantwortung von sich von dem Baum der Erkenntnis gegessen zu haben auf die Schlange verwies. Aber die Offenbarung ist ein Alptraum den ein Mensch träumt der der die ursprüngliche Wachheit der Schlange, das "arum" das Nacktsein verloren hat, der die nackte Wahrheit nichtmehr erkennt.

2. Wahrheit: die Schlange prüft den Menschen und sagt die Wahrheit über den Baum der Erkenntnis

Tatsächlich stellt die Schlange nur eine prüfende Frage an die Frau, ob Gott gesagt habe man dürfe von keinem der Bäume im Garten essen. Und Gott hat ja nicht verboten von allen Bäumen zu essen, nichtmal vom Baum des Lebens. Nur vom Baum des Wissens. Die Frau erinnert sich aber nur noch an 1 Baum in der Mitte, der der Baum des Wissens sei. An das was man ihr gelehrt hat aber nicht an ihre Erfahrung. Der Bezug zur Erfahrung des Lebens ist ihr schon durch ihre Trennung vom Manne, des Körpers vom Bewusstsein verloren gegangen. Und die Schlange sagt die Wahrheit über den Baum des Wissens: ihr werdet nicht sterben um zu sterben (oder: "ihr werdet nicht sicherlich sterben"). Gott weiß wenn ihr davon esst werden euch die Augen auf gehen und ihr werdet so wie Götter, wissend gutes und böses. Und da es so wichtig ist muss es einfach nochmal gesagt werden: der Mensch ist nicht an dem Tage gestorben an dem er von dem Baum gegessen hat, obwohl Gott dies sagte (später verkündet dann das Evangelium: sterbt um zu leben). Der Mensch wird sich also auf einen Erkenntnisweg begeben. Das die Schlange die Frau verblendet hätte, das hat die Frau die sich durch die Erkenntnis dass sie nackt ist und dies einen unnackten Gegenpol, ein Falsch haben müsse, schlichtweg nur behauptet um vor Gott nicht nackt da zu stehen und ihre Erkenntnis zu beweisen. Sie bringt ein irrationales Argument anstelle zuzugeben dass sie bemerkt hatte dass sie die Erfahrung von dem Baum zu Essen aus der mangelnden Entscheidunsgfreiheit eines abhängigen und unterjochten Kindes heraus machte, indem sie schon von Haus aus mit dem Verbot diese Erfahrung zu machen indoktriniert wurde, es aber trotzdem tun musste oder wollte. Sprich, es war ihr peinlich. Aber wer ist der Peiniger des Menschen in der Paradiesgeschichte? Gott! Und warum? Weil dieser Gott unvollkommen ist, so wie die Eltern die ihr Trauma an die nächste Generation weitergeben.

Leider sieht das Christentum das erstrebenswerte Leben des "nicht sterbens um zu sterben" erst nach dem körperlichen Tod aber auch das ist Verblendung. Gemeint ist nach wie vor dass die direkte Erfahrung des Wachseins, das Essen vom Baum des Lebens dieses leben gibt.
Letzte Änderung: 22 Mär 2018 21:05 von Jinsil.

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22 Mär 2018 21:09 - 22 Mär 2018 21:10 #52397 von anitram
Hallöchen,

ich hab das eben mal alles am Stück gelesen, einschließlich der Verweise von Alkuin auf die Antroposophie. (Lesenswert.) -

Dabei kam mir der Gedanke, dass nicht aus Sicht eines Neugeborenen geschrieben wurde. Beschrieben wird , meiner Meinung nach, aus übergeordneter Sicht der Entwickelungsweg des Menschen und damit der Menschheit. - Wir vollziehen bei jeder Neu- Inkarnation den Schnelldurchlauf des bisherigen geistigen Entwicklungsweges der Menschheit. Um dann ein Stück weiter zu gehen, bis sich das vollendet, und wir wieder nach Hause, zur Quelle, kommen. - Und der Apfel vom Baum des Wissens symbolisiert für mich das Herausfallen aus der Einheit in die Wahrnehmung des Getrenntseins. ( Kinder ca. 3 Jahre) Und dann geht die Geschichte eben weiter, bis zum geistig tiefsten Punkt bzw. der absoluten Trennung von Gefühl und Verstand. - Irgendwie scheint mir als wären wir inzwischen so ein bißchen über die Talsohle hinweggekommen. -

"Als Adam träumte" erschien ihm Lilith, lt. Sohar.

Herzlich
Anitram
Letzte Änderung: 22 Mär 2018 21:10 von anitram. Begründung: Wort vergessen

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22 Mär 2018 21:24 - 22 Mär 2018 21:32 #52398 von Jinsil
Hallo Anitram,

ja so kann ich das auch sehen, bleibe aber noch ein bischen bei meinem Standpunkt. Das Trauma wird natürlich von Generation zu Generation weiter gegeben. Insofern ist es ein Prozess von Neuinkaranationen aber wenn die Schlange sagt "ihr werdet nicht sterben um zu sterben" ist damit kein 1 Tod gemeint sondern auch der Forstchritt eines einzelnen Menschen auf seinem weg.

Wenn das so ist im Sohar wie Du schreibst dann ist Lilith ein alter Ego der Frau. Das hielte ich durchaus für möglich.
Letzte Änderung: 22 Mär 2018 21:32 von Jinsil.

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22 Mär 2018 22:40 #52400 von Turmalina
Hallo
....als unwissende: heute lese ich zum 1.mal von dem Baum des Wissens. War mir völlig unbekannt.
Allerdings brummt huet extrem mein Kopf, sonst hätte ich alles in Ruhe gelesen. Werde es nachholen, da es mich echt interessiert.
Grüsseli

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23 Mär 2018 10:42 #52401 von Alkuin

Jinsil schrieb: Ich habe Deine "Frage" nicht als ehrliche Hinterfragung verstanden sondern als schlechten rhetorischen Trick ohne wirkliche Intention, ohne wirkliches Interesse an einem Austausch.

Das habe ich gemerkt und entsprechend reagiert.

Jinsil schrieb: Meiner Meinung nach willst Du Dich mit Deinem Wissen, Deinen Websites und Deiner anstößigen Redekunst in den Vordergrund stellen. Mich interessiert ein Gedankenaustausch der von Herzen kommt und so wie ich sehe bist Du da nicht der Typ für. Wenn Du meinst ich schreibe sowieso nur Schnee von gestern und dann auch noch schlechten, wobei Du dies sehr respektlos und aufwieglerisch rüber bringst, was willst Du dann anderes von mir als Streit?


Ich denke, dass die Psychologisierung der Spiritualität wirklich "Schnee von Gestern" ist.
Und deine übrige Bewertung meiner Person: wie willst du denn meine Texte ernstnehmen, wenn du schon weist, dass sie respektlos, aufwieglerisch und nur in einer "anstößigen Redekunst" geschrieben ist.? Und warum soll ich mein Wissen und meine Webeite verbergen?

Aber zum Thema:
Lebensbäume gibt es in allen mythologischen Traditionen, den "Baum der Erkenntnis von Gut und Böse" anscheinend nur so in der hebräischen Version. Und irgendwie wirkt die Erwähnung des Baumes der Erkenntnis nur als Einschub.

"Aus dem Acker ließ Adonaj, Gott, sodann alle Bäume aufsprießen, reizvoll zum Ansehen und gut zum Essen, samt dem Baum des Lebens in der Mitte des Gartens und dem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse." (2,9)

Das in der Mitte des Gartens der Baum des Lebens wächst steht auch in den ähnlichen Überlieferungen des dortigen Kulturkreisen, aber nicht dieser Zweitbaum, Interessant ist dann:

"Und die Schlange sprach zu der Frau: »Da hat doch °Gott tatsächlich gesagt: ›Ihr dürft von allen Bäumen des Gartens nichts essen‹!« Da sagte die Frau zur Schlange: »Von den Früchten der Bäume im Garten können wir essen. Nur von den Früchten des Baumes in der Mitte des Gartens hat Gott gesagt: ›Esst nicht von ihnen und rührt sie nicht an, damit ihr nicht sterbt!‹« Die Schlange sagte zu der Frau: »Ganz bestimmt werdet ihr nicht sterben. Vielmehr weiß °Gott genau: An dem Tag, an dem ihr davon esst, werden eure Augen geöffnet und ihr werdet so wie Gott sein, wissend um Gut und Böse.« Da sah die Frau, dass es gut wäre, von dem Baum zu essen, dass er eine Lust war für die Augen, begehrenswert war der Baum, weil er klug und erfolgreich machte."

Hier ist nur vom "Baum in der Mitte des Gartens" die Rede und wenn dieser ominöse Zweitbaum nur ein Einschub ist, dann würde es um den Baum des Lebens gehen.
Was wäre, wenn das Verbot auf dem Baum des Lebens liegen würde?

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23 Mär 2018 13:13 - 23 Mär 2018 14:27 #52403 von Jinsil

wie willst du denn meine Texte ernstnehmen, wenn du schon weist, dass sie respektlos, aufwieglerisch und nur in einer "anstößigen Redekunst" geschrieben ist.?


Das wusste ich nicht und das trifft auch nicht für alle Deine Texte zu. Ich habe einige Worte, Sätze und Verhaltensweisen bei Dir bemerkt die den Eindruck in mir erweckt haben den ich beschrieben habe.

Ich denke, dass die Psychologisierung der Spiritualität wirklich "Schnee von Gestern" ist.


Es mangelt Dir einfach an der Fähigkeit etwas spirituelles in meinen Ausführungen zu sehen oder Du wirfst mir vor dass ich das außer Acht lasse weil ich nicht explizit darauf ein gehe.

Und irgendwie wirkt die Erwähnung des Baumes der Erkenntnis nur als Einschub.


Du zweifelst tatsächlich die spirituelle Perfektion der Genesis an? :) Wenn das Verbot vom Baum des Lebens wäre dann würde die ganze Geschichte wie ich sie hier darlege nicht funktionieren (sondern wäre noch viel fataler) und es gäbe aber auch keinen Grund das Gott meint das Paradies müsse mit Kerubim geschüzt werden damit der Mensch nicht "auch noch" vom Baum des Lebens esse damit er ewig lebe (weil er das dann ja schon getan hätte). Du müsstest also auch noch da eine Erweiterung oder Anpassung unterstellen und das hätte wiederum weitere Konsequenzen für andere Stellen und letztendlich für die ganze Bibel so wie ich sie verstehe. Zum Beispiel würde der Mensch dann von Natur aus ewig leben. An der Genesis ist alles genau so durchdacht und geplant wie sie ist und das aus guten Gründen denen ich gerne auf den Grund zu gehen versuche. Der Punkt um den es sich hier dreht ist dass der Baum des Lebens nicht mit dem Baum des Wissens verwechselt oder gleichgesetzt werden soll. Diese Verallgemeinerung ist Verblendung und die Verwechslung von Erfahrung mit Dogma. Eine Verwechslung von Verstandesdenken und Zeitillusion mit sinnlicher Wahrnehmung und Fühlen. Die Frau irrt sich ganz einfach als sie nur von einem Baum in der Mitte spricht weil sie schon verblendet ist, Gott hat ja den Menschen schon eingeschläfert. Es hat den Anschein als würdest Du den Irrtum der Frau selbst zu begehen versuchen und auch noch rational zu begründen versuchen warum der gut sei. Nun gut, das hast Du nicht begründet, Du hast es uns als Frage in den Raum gestellt.
Letzte Änderung: 23 Mär 2018 14:27 von Jinsil.

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23 Mär 2018 17:46 #52406 von Alkuin

Jinsil schrieb: An der Genesis ist alles genau so durchdacht und geplant wie sie ist und das aus guten Gründen denen ich gerne auf den Grund zu gehen versuche.


Löblich - sind wir jetzt von deiner Behauptung, das die Schöpfung aus der Sicht eines Neugeborenen geschrieben sei, wieder weg.
Würde mich freuen.

Jinsil schrieb: Der Punkt um den es sich hier dreht ist dass der Baum des Lebens nicht mit dem Baum des Wissens verwechselt oder gleichgesetzt werden soll. Diese Verallgemeinerung ist Verblendung und die Verwechslung von Erfahrung mit Dogma. Eine Verwechslung von Verstandesdenken und Zeitillusion mit sinnlicher Wahrnehmung und Fühlen.


Und hier sind wir beim Kernproblem deines Problems (so wie es es wahrnehme!)

Erkennen, Wissen, Verstandesdenken = oh - böse, böse, Dogma, furchtbar usw
sinnliche Wahrnehmung und Fühlen = gut, heilsam, Freiheit, Entwicklung, Erfahrung usw.

nur dumm dass das Wort "Erkennen" im hebräischen und im AT eine ganz andere Bedeutung hat

" ידע Qal. Das hebräische Verb ידע jāda‛ begegnet in allen Stammesmodifikationen. Die meisten Belege entfallen auf den Grundstamm, wobei sich folgende Bedeutungen unterscheiden lassen: (1) Je nachdem, ob jāda‛ den Erkenntnisvorgang oder den Wissensgewinn zum Ausdruck bringt, steht es mit den Verben בקשׁ biqqeš „suchen“, בחן bāchan „prüfen“, תור tûr „erforschen“ oder mit מצא māṣā’ „finden“ und בין bîn „verstehen“ zusammen. (2) Über den kognitiven Bereich hinaus kann jāda‛ den durch praktische Erfahrung erworbenen Sachverstand in den Blick nehmen und entsprechend das Sachkundig-Sein eines Kunsthandwerkers, Musikers, Jägers oder Seemanns aussagen (2Chr 2,6; 1Sam 16,16; Gen 25,27; 1Kön 9,27). (3) Neben diesem technischen Bescheidwissen über etwas steht jāda‛ zum Ausdruck eines persönlichen, emotionalen und vertraulichen Kennen-Lernens von Menschen. (4) Sexuellen Sprachgebrauch belegt Gen 4,1: „Adam erkannte Eva, seine Frau“. Danach bezeichnet jāda‛ die geschlechtliche Liebe von Mann und Frau, kann aber auch einen homosexuellen Umgang benennen (Gen 19,5). (5) In Verbindung mit dem Erkennen von Gut und Böse wird schließlich der Bereich sittlicher Lebensgestaltung angesprochen " (bibelwissenschaft.de)

Es geht also beim "Baum der Erkenntnis" gewiss nicht um die Ratio, den Verstand, Dogmen usw, sondern um den gesamten Erkenntnisprozess - oder in meinem Sprachgebrauch - Bewusstseinsprozess - der vom Erspüren, über das Fühlen zum Wahrnehmen und letztendlich zum bewussten Erkennen führt. Also wie oben geschrieben:
suchen - prüfen - erforschen - finden - verstehen.
Und das geht eben über das Feindbild "Verstand" und Logik hinaus. Dazu gehört eben auch alles "Wissen" das der Mensch zu Überleben brauchte, also der Technik, auch dasjenige im emotionalen und sexuellen Gebrauch.

Also der Erkenntnisprozess, den jeder Einzelne im Laufe seines Lebens gehen muss um "Gut und Böse" zu unterscheiden = was ich als persönliche Ausrichtung auf den eigenen Lebensweg verstehe.

Jinsil schrieb: Die Frau irrt sich ganz einfach als sie nur von einem Baum in der Mitte spricht weil sie schon verblendet ist, Gott hat ja den Menschen schon eingeschläfert. Es hat den Anschein als würdest Du den Irrtum der Frau selbst zu begehen versuchen und auch noch rational zu begründen versuchen warum der gut sei. Nun gut, das hast Du nicht begründet, Du hast es uns als Frage in den Raum gestellt.


Es war wirklich nur eine Frage. Das spannende ist deine Reaktion - für dich scheint der "Baum der Erkenntnis" so eine Art "Symbol des Bösen" in Form von Rationalität, Denken und Verstand zu sein, der den Menschen aus seiner "wahren Identität" löst.
Für mich - und das hatten wir beide schon mal, wenn ich mich recht erinnere - ist der gesamte Lebensprozess (Baum des Lebens) ein Bewusstseinsprozess (Baum der Erkenntnis) vom unbewussten Lebensprozess zum bewussten Erkennen und somit dem Selbstbewusstsein.

Noch etwas wichtiges zum Schluss: Die Trennung von Herz und Verstand ist eine moderne Trennung, die so damals nicht erlebt wurde:

"Gegenüber dem deutschen Wort „Herz“ besitzt also das hebräische Wort לב lev ein viel breiteres Bedeutungsspektrum. Es umfasst neben dem Sitz der Gemütsregung und des Willens auch alle Funktionen, die wir für gewöhnlich dem Kopf und Gehirn zuschreiben: Erkenntnisvermögen, Vernunft, Verstehen, Einsicht, Bewusstsein, Gedächtnis, Wissen, Nachdenken, Urteilen, Orientierung, Verstand. Die Übergänge von der Verstandestätigkeit zu den Funktionen des Willens sind denn auch fließend, so dass sich das Erkennen im Alten Testament nie als ein rein intellektueller Vorgang fassen lässt. Vielmehr bleibt der Erkenntnisakt mit dem Wollen des Herzens verbunden und auf eine praktische Lebensführung ausgerichtet." (bibelwissenschaft.de)

Wenn du die Schöpfungsgeschichte verstehen möchtest, dann musst du dich auch dem damaligen Denken und den Begriffen der hebräischen sprache beschäftigen - also erkennen.

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24 Mär 2018 09:30 - 24 Mär 2018 09:36 #52409 von Jinsil
An dem Baum des Wissens und dem Erkennen oder dem Erkenntnisprozess an sich ist nichts böses, schlimmes oder grundsätzlich verbotenes. Die Schlange hat das auch so angedeutet. Nur gibt es einerseits falsche Erkenntnisse und problematisch wird die Verwechslung der beiden Bäume sowie das Verbot. Ich sehe da zu strenge Eltern oder eine Kultur die falsche Erkenntnisse vermittelt wie etwa falsche Verbote. Das verklärt den Menschen. Im Grunde muss der Mensch mit beiden Bäumen klar kommen aber dabei auch die Welt im Kopf von der Welt der Erfahrung in Unterscheidung behalten. Was den Bereich der Sexualität betrifft, genau da gibt es in unserer Kultur viel zu viele Tabus und unsinnige Verbote. Ich kann nicht die ganze Tragweite der Bedeutung der Schöpfungsgeschichte sehen aber ich habe ein Gefühl dafür in welche Richtung sie geht. An dem mit dem Neugeborenen oder dass es um Prozesse in einem sich entwickelnden Bewusstsein geht, wobei ich mit dem einen das andere meinte, bin ich aber noch dran.
Letzte Änderung: 24 Mär 2018 09:36 von Jinsil.

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24 Mär 2018 16:22 #52410 von Alkuin

Jinsil schrieb: Im Grunde muss der Mensch mit beiden Bäumen klar kommen aber dabei auch die Welt im Kopf von der Welt der Erfahrung in Unterscheidung behalten.


Wie kommt der Mensch zu einer "Welt im Kopf" ohne die "Welt der Erfahrung"?
Für mich liegt in dieser Trennung das große Problem, dass dann als Trennung von Kopf und Herz, oder Denken und Fühlen oder dem Baum der Erkenntnis und den Baum des Lebens erlebt wird.
Jeglicher Erkenntnisprozess (oder Bewusstseinsprozess) - und das wusste die Kultur in der das AT entstand - basiert auf der Verarbeitung (Denken) der Erfahrungen (Fühlen), die dann zum bewussten Erkenntnisakt wird. Das ist der Baum der Erkenntnis. Aber diesen Weg geht nur das menschliche Bewusstsein, das ist also der Baum der Menschheit.
Die Tiere essen weiterhin vom Baum des Lebens. Er steht in der Mitte, weil er der "Quell des Lebens" ist - für uns ist dies der Baum der Erkenntnis der zur bewussten Lebensbewältigung und zum eigenständigen Selbstbewusstsein führt.

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24 Mär 2018 16:59 #52411 von Jinsil
Die Eltern sind schon verkopft. In der Mitte können keine Zwei Bäume stehen wenn man es genau nimmt, sonst steht keiner davon genau in der Mitte. Gott hat nicht gesagt welcher der beiden Bäume welcher ist und der Mensch hat nicht erkannt welcher Baum mit dem Baum der Erkenntnis gemeint ist. Darum hat er davon gegessen. Er hat die Erfahrung zur Erkenntnis gemacht und denkt die Erinnerung an die Erkenntnis wäre eine neue Erfahrung.

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24 Mär 2018 17:13 #52412 von Alkuin
Es gibt in der mittelalterlichen Tafelmalerei einige Bilder, die aus einem Baum zwei machen.
Der eine wächst nach unten, der andere nach oben - in der Mitte des Gartens. Vielleicht sollten wir die Perspektive von oben und unten mit einbeziehen.

Gegen dein Feindbild "Kopf" werde ich nichts ausrichten können - deine persönliche Dualität wirst du nur selber auflösen können.

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24 Mär 2018 18:32 #52414 von anitram
Alles sehr sehr interessant und bedenkenswert, was Ihr hier so schreibt.

Ich musste gerade an den Film "The Fountain" denken. Auch da geht es, in verschiedenen Zeit- und Bewusstseinsebenen, um den Baum des Lebens und um den Baum des Wissens. (Der Film ist echt toll.) -
Und über allem steht die Liebe, nachdem Mensch durch die Niederungen der Trennung von der Natur durch Hochmut, der Gier, des Schmerzes, des Verlustes, der Überbetonung des Intellekts , gegangen ist.

Ich frag mich, warum es uns nicht möglich sein sollte, aus beiden Bäumen wieder einen Baum zu machen. - In der Natur sehe ich das manchmal auch.- Wir sind uns unserer selbst nun mal mehr oder weniger bewusst. Wir denken, wir fühlen. Für Beides bin ich dankbar.
Da steht weder das Gefühl über dem Verstand, noch ist es umgedreht. (Jedenfalls arbeite ich dran.) - Weisheit beinhaltet nach meiner Lesart Herz und Verstand, die sich im Handeln manifestieren.

Die beiden Bäume auf den mittelalterlichen Tafelbildern:
Der Baum des Wissens - zum Himmel gerichtet um den Logos (göttlichen Geist) zu empfangen.
Der Baum des Lebens - in die Erde wachsend um von dort das Nährende der "großen Mutter" zu bekommen.
Beide treffen sich an der Oberfläche, vereinigen sich dort. Und an der Stelle der Vereinigung stehen wir. <3
Bäume sind heilige Wesen - holen vom Himmel, holen aus der Erde....

Herzlich
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