Ernährung und Partnerschaft: Wie man an Unterschieden wachsen kann

Ernährung und Partnerschaft

​Du bist also auf Partnersuche und stellst fest, dass es bereits beim ersten Chatten heftig funkt. Es soll mehr daraus werden, ihr trefft euch zum ersten gemeinsamen Abendessen und der Schock ist groß, denn auf dem Teller findet ihr keinen gemeinsamen Nenner. Ob vegetarisch, vegan, paleo, keto oder ohne spezielle Ernährungsweise: das Essen macht einen wichtigen Teil unseres Alltags aus. Wie wichtig ist die gemeinsame Ernährung bei der Partnersuche?

Du bist, was du isst – Ernährung und Partnersuche 

Ernährungsweisen sind ein großes und komplexes Thema, das weißt du sicherlich unabhängig davon, wie du dich persönlich ernährst. Ob du mit deiner Familie schon einmal aneinander geraten bist, weil es zu Weihnachten keine vegane Alternative zur Gans gab oder du beim Feierabendumtrunk auf Bier und Pommes verzichtest, während die Kolleg*innen ordentlich zulangen: Gemeinsam zu essen verbindet – und wenn man an diesem Ritual nicht teilnehmen kann, ist man schnell außen vor. Das kann vor allem bei der Partnersuche problematisch werden, denn mit dem Partner teilt man große Teile vom Alltag.

Manche lieben Weißwein, andere lieben Rotwein... Doch ganz so einfach ist es mit der Ernährungsweise nicht. Wenn ihr Essen geht oder bestellt, ist eine unterschiedliche Ernährungsweise oft kein Problem, schließlich gibt es meisten genügend Auswahl im Restaurant. Spätestens beim gemeinsamen Kochen oder beim Frühstück nach einer leidenschaftlichen Nacht fallen die Unterschiede auf. "Wie, bei dir gibt's kein Nutella?!". Kann man sich so richtig wohlfühlen, wenn man für den anderen auf sein Lieblingsessen verzichtet?

Jeder hat individuelle Gründe für seine Ernährungsweise – so auch du. Verzichtest du aus ethischen Gründen auf Tierprodukte? Bist du deiner Fitness wegen Paleolaner? Bist du auf bestimmte Lebensmittel allergisch oder hast du Unverträglichkeiten? Magst du ketogene Ernährung, weil dein Körper sich ohne Kohlenhydrate besser anfühlt?

Vor allem, wenn du dich aus ethischen Gründen für eine vegane oder vegetarische Ernährung entschlossen hast, werden Paleo-Partner*innen es vermutlich in deiner Nähe schwer haben. Und umgekehrt.

Es gibt natürlich Ernährungsweisen, die besser zueinander passen. Vegane und vegetarische Ernährung beispielsweise finden meistens Kompromisse und für viele Vegetarier*innen ist es auch kein großer Schritt mehr, ganz auf tierische Produkte zu verzichten. Besonders, wenn es nur das gemeinsame Essen betrifft. Auch vegane und ketogene Ernährung haben definitiv Schnittmengen, selbst Paleo und vegane Ernährungsweise können gemeinsam lecker kochen. Allerdings solltest du dich schon fragen, ob es dauerhaft angenehm ist, mit Partner*innen zusammen zu sein, für die Fleisch ein Grundbestandteil der Nahrungspyramide ist, wenn du beispielsweise Veganer*in oder Vegetarier*in bist.

Kommunikation ist der Schlüssel

Kochen ist ein kreativer und sinnlicher Akt einer Partnerschaft. Damit die Harmonie, trotz verschiedener Ernährungsweisen, am Herd bestehen bleibt, ist es wichtig, Kompromisse einzugehen. Das heißt, bevor du dich mit der Ernährungsweise deines Partners beschäftigst, musst du dir darüber bewusst werden, welche Kompromisse du bereit bist, für deinen Partner und eure Beziehung einzugehen. Dabei ist es besonders wichtig, dass jeder essen soll, wie und was er möchte. Niemand sollte sich verstellen oder sich gezwungen fühlen, anders zu essen, nur weil der Partner andere Dinge bevorzugt. Du solltest dich nicht anpassen müssen, sondern wenn überhaupt, dich anpassen wollen. So lässt sich aus euren Gemeinsamkeiten und Unterschieden in der Ernährung die richtige Balance finden.

Ihr beide habt einen total individuellen Geschmack und eine unterschiedliche Vorstellung vom perfekten Mittagessen? Wie in fast jeder Situation ist hier gute Kommunikation der Schlüssel. Beim Essen auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, ist gar nicht mal so schwer, wie es sich vielleicht anhört. Wichtig ist, dass ihr miteinander redet und versteht, wieso euer*e Partner*in sich so ernährt, wie er/sie es tut. Vielleicht merkt ihr dann, dass eure Essvorlieben doch besser zueinander passen, als ihr es vorerst angenommen habt. Demnach muss eine unterschiedliche Ernährungsform kein Ausschlusskriterium für eine Partnerschaft sein, sondern kann durchaus positive Auswirkungen haben.

Ganz gleich, wie du dich ernährst: Es kommt stets auf die richtige Mischung an. Nur wenn du auf eine ausgeglichene Ernährung achtest, bleiben Körper und Geist im Einklang. Unterschiede in euren Ernährungsweisen können euren Horizont erweitern und euch ganz neue Wege aufzeigen. Neue Rezepte und Abwechslung in der Küche, können neuen Schwung in euer Leben bringen – ganz ungezwungen und erfrischend. Und was verbindet letztendlich mehr, als ein gemeinsames neues Lieblingsessen zu entdecken?

Wart ihr schon in Beziehungen mit unterschiedlichen Ernährungsweisen? Habt ihr für eure Freundin mit Zöliakie eure geliebten Donuts aufgegeben? Oder hat euch eine Partnerschaft vielleicht sogar dazu motiviert, gesünder zu leben? Ich freue mich auf eure Kommentare!

​Bild: Spencer Davis via Unsplash

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